Schon in der Steinzeit sind Menschen auf die Jagd gegangen und bis heute ist dies aktuell geblieben. Doch während in früheren Zeiten die Jagd vor allem der Nahrungsbeschaffung oder zur Gewinnung von Pelz oder anderen Tierteilen diente, hat sie heute noch einige andere Aufgaben übernommen.
Sinn und Nutzen
So wird, zum einen, in heutiger Zeit auch aus ökologischen Gründen gejagt. Die Erhaltung, aber auch die Kontrolle des Wildbestandes durch gezielte Jagd sind gerade in Hinblick auf die Populationsdynamik des Wildes von enormer Bedeutung. Auch zur Seuchenbekämpfungen kann eine Jagd veranstaltet werden – können so doch kranke Tiere erlegt und von der Herde abgesondert werden. Die Jagd stellt hierbei ein sinnvolles Mittel dar, um das natürliche Gleichgewicht zu erhalten oder wiederherzustellen und den Bestand, beispielsweise von Tiere wie Wildhasen, die sich rasend schnell vermehren, im Zaun zu halten und auf ein gesundes Maß einzuschränken.
Ein weiterer Grund für eine Jagd ist in wirtschaftlichen Überlegungen zu sehen. Nicht selten kommt es vor, dass das Wild, und gerade eine Überpopulation des Wildes, zu gravierenden Schäden in der Forst- und Landwirtschaft führen. So reiben sich Rehe an Bäumen und beschädigen diese, werden Pflanzen zertrampelt oder Äcker zerstört. Die Jagd sorgt auch hierbei durch eine Bestandsregulierung für Ausgleich und Schutz der Flora und Fauna.
Weitere Gründe
Weitere Gründe für die Jagd der heutigen Zeit sind zum einen Freizeitgestaltung und zum anderen gesellschaftliche Repräsentation. Gerade in gehobenen Kreisen gehört es zum guten Ton, an einer Jagd teilzunehmen und hier auch wichtige Kontakte zu knüpfen. Hier ist vor allem England ein Land mit langer Jagdtradition, welche auch heute noch in der Öffentlichkeit zelebriert wird. Vor allem die Fuchsjagd zeigt sich hierbei als gesellschaftliches Großereignis, an welchem selbst die britische Königsfamilie gerne teilzunehmen pflegt. In Deutschland wiederum ist die gesellschaftliche Repräsentation in Form von Jagden eher rückläufig.
Verschiedene Arten der Jagd
Hat sich der Jäger letztlich aus einem der genannten Gründe dazu entschieden, auf die Jagd zu gehen, bieten sich ihm unterschiedliche Jagdarten. Hier gibt es zum einen die Einzeljagd, die sich in die Suche, bei welcher man mithilfe eines Jagdhundes das Revier nach Wild durchsucht, den Ansitz, bei welchem der Jäger an einer bestimmten Stelle, nicht selten einem Hochsitz, auf vorbeiziehendes Wild wartet, und die Pirsch, bei welcher sich der Jäger vorsichtig an das Wild heranschleicht, untereilt.
Eine weitere Jagdart ist die Gesellschaftsjagd, bei der mindestens drei Personen die Jagd ausüben. Auch die Gesellschaftsjagd kann in verschiedene Unterkategorien unterteilt werden, bei welchen es sich um die Treibjagd, die Drückjagd, die Riegeljagd, die Bewegungsjagd oder die Gemeinschaftsjagd handelt.
Neben der Einzel- und der Gesellschaftsjagd gibt es außerdem noch eine Fülle anderer Jagdarten, die nicht unter die beiden genannten Kategorien fallen, die jedoch nicht weniger bekannt sind. So gibt es auch noch die Ausdauerjagd, bei welcher der Jäger das Wild bis zur Erschöpfung oder bis zum Tode hetzt. Ebenfalls oft ausgeübt wird die Fallenjagd, bei welcher der Jäger eine Falle aufstellt und darauf wartet, dass ein Wild in diese hineintappt. Daneben gibt es außerdem noch die Parforcejagd, die Beizjagd, das Frettieren, das Brackieren oder die Gatterjagd.
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