Der Beruf des Jägers

Alles über die Tätigkeiten und die Ausbildung des JägersDer Beruf des Jägers, seit 1982 unter der Bezeichnung Revierjäger/in geläufig, ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf, der vielseitig und herausfordernd ist. In ca. drei Jahren Ausbildungszeit lernt der Anwärter auf den Beruf des Jägers alles, was er in seiner späteren Tätigkeit als Revierjäger wissen und vor allem auch schätzen muss. Gerade nämlich der Bereich des Naturschutzes ist ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil der Ausbildung und des Berufsbildes des Jägers.

Die Tätigkeiten eines Jägers

Auf eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung zurückgehend, die 1982 die ursprüngliche Ausbildungsordnung zum Beruf des Jägers als veraltet deklarierte, gehören zum heutigen Berufsbild des Revierjägers neun verschiedene Bereiche. Zu diesen zählen das Jagd- und Reviermanagement, die Wildbewirtschaftung und Wildverwertung, Tier- und Artenschutz, ein Bereich, auf den das Bildungsinstitut besonderen Wert legte, sowie Jagdreviergestaltung, Naturschutz, Waffenkunde, Halten und Führen von Jagdhilfstieren, Wild- und Jagdschutz und die Öffentlichkeitsarbeit, zu denen auch die Unterrichtung des Nachwuchses in Wild- und Naturpädagogik zählt.

Die Ausbildung zum Jäger

Ca. 50 Ausbildungsbetriebe in Deutschland bieten die Ausbildung zum Revierjäger an, wobei bis dato ca. 1000 Berufsjäger ausgebildet wurden. Die Aufgabengebiete dieser Jäger sind vielfältig, zeigt sich doch das Jagdwesen als sehr facettenreich. So ist der Jäger zum einen für einen angemessenen Wildbestand zuständig und sorgt für den Schutz und die Überprüfung des Lebensraumes des Wildes. Ist der Wildbestand zu hoch, trägt der Jäger dafür Sorge, den Bestand auf ein angemessenes Maß zu reduzieren. Hierbei muss er jedoch die Schonzeiten beachten. Damit zusammenhängend ist auch die Organisation des Jagdbetriebes in ihrem jeweiligen Revier, in dem sie außerdem Einzel- und Gesellschaftsjagden durchführen können. Auch hier muss der Revierjäger stetig auf den Wildbestand achten und eine Über- oder Unterjagung verhindern. Bei der Jagd ist der Jäger jedoch generell nicht alleine, sondern wird von seinem Jagdgebrauchshund begleitet, der auch vom Jäger ausgebildet wird. Er hilft bei der Fährtensuche, verfolgt und umkreist das Wild und erleichtert dem Jäger so seine Arbeit. Erlegt der Jäger dabei ein Wild, hat er das Recht und die Qualifikation, das Wild zu beurteilen, auf Zustand, Qualität usw., es zu zerlegen und für den Handel freizugeben. Nur bei fleisch- und allesfressendem Wild, wie es zum Beispiel ein Wildschwein ist, bedarf es einer gesonderten Kontrolle durch eine amtliche Trichinenschau.

Was gehört noch dazu?

Neben den typisch jagdlichen Aufgaben, die den Jäger mit dem Wald und seinen Bewohnern konfrontiert und für dessen Wohlergehen er Sorge tragen muss, fallen ihm gerade in der heutigen Zeit, in der versucht wird, die Jugend zurück zur Natur zubringen und in der, im Folge der Klimawandelproblematik, eine gesteigerte Sensibilisierung für Umweltfragen stattfindet, Aufgaben im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu. So beinhaltet der Beruf des Jägers die Arbeit mit der Jugend in Form von Führungen und Veranstaltungen, er betätigt sich als Naturkundler und Lehrer und versucht, nicht nur der Jugend sein Revier und dessen Besonderheiten näher zu bringen. Er tritt hierbei in Kontakt mit unterschiedlichen Menschen und Charakteren und muss es im besten Fall schaffen, all diesen die Natur und vor allem den Schutz dieser ein Stückchen näher zubringen. Der Jäger, der seine Arbeit in kommunalen, staatlichen oder privaten Jagd- und Forstbetrieben findet, hat also ein breites und abwechslungsreiches Aufgabenspektrum.

Photo: Bergringfoto – Fotolia

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